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Schauspielhaus Zürich

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«Ausschliesslich Inländer»
Ein Georg-Kreisler-Abend

Kooperation mit den Festspielen Zürich

Regie und Puppenbau Nikolaus Habjan
Premiere Schiffbau/Box
2. Juni 2018

Wiederaufnahme Spielzeit 2018/19

Ein anspruchsvoller, konzentrierter Musiktheaterabend aus zum Teil unveröffentlichten Texten und Liedern Georg Kreislers, die dezidiert auf die Schweiz Bezug nehmen. Georg Kreisler hat von 1992 bis 2007 in Basel gelebt und sich in dieser Zeit entsprechend humorvoll und kritisch mit der Schweiz beschäftigt. Die Schönheit sowie der Wahnsinn der spezifischen Schweizer Kunst der Abgrenzung wird in diesem Projekt auf musikalische Weise zum unterhaltsamen Thema.

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«Wahlverwandtschaften» – nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe

Regie Felicitas Brucker
Premiere Pfauen
29. September 2018

1. Oktober 2018, ...

In seinem rätselhaften, im Jahr 1809 veröffentlichten Roman schaut Goethe leidenschaftlich in den Abgrund. Er wendet ein chemisches Experiment der damaligen Zeit auf menschliche Beziehungen an: Was geschieht, wenn bestimmte Stoffe eine so starke Affinität zueinander aufweisen, dass sie eine neue Verbindung eingehen müssen? Gibt es Selbstbestimmung und individuelle Freiheit oder folgen wir Menschen einer höheren Naturgewalt, die starke Zweifel an unserer empfundenen Autonomie aufkommen lässt? Vier Personen sind Teil eines Versuchs, einer Art Katastrophe in Zeitlupe, der die immer wieder gesuchte Ordnung von (Liebes-)Beziehungen wild durcheinanderwirbelt.

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«Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch» von Michael Ende

Regie Christina Rast
Premiere Pfauen
10. November 2018

Das Stück ist eines der letzten grossen Werke des Autors, der so bekannte Kinderbuchklassiker wie «Die unendliche Geschichte» oder «Jim Knopf
und Lukas, der Lokomotivführer» schuf. Es handelt sich gleichzeitig um seinen vielleicht dramatischsten und komödiantischsten Stoff, mit schrillen Charakteren und einem rasanten Plot.

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«Frankenstein oder Der moderne Prometheus» – nach dem Roman von Mary Shelley

Regie Stefan Pucher
Premiere Pfauen
10. Januar 2019


«If I cannot inspire love, I will cause fear», ruft das gedemütigte namenlose Monster in Mary Shelleys «gothic novel». 1818 ist das «Jahr ohne Sommer», die Natur ist nach einem Vulkanausbruch völlig aus den Fugen. Shelley, die erst 19-jährige Autorin, findet kraftvolle Bilder für den grössten menschlichen Tabubruch: Der Naturwissenschaftler Victor Frankenstein verschiebt eigenmächtig die Grenze zwischen Leben und Tod, indem er aus Leichenteilen ein neuartiges Wesen montiert und mit einem Stromstoss zum Leben erweckt. 200 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung beschreibt der berühmte Schauerroman immer noch messerscharf den Moment eines albtraumhaften Kontrollverlustes. Wissensdurst, Kreativität und die Vision einer besseren Welt kippen in nicht mehr steuerbare Gewalt und Zerstörung.

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«Die grosse Gereiztheit» – Ein Projekt nach Motiven des Romans «Der Zauberberg» von Thomas Mann

Regie Karin Henkel
Premiere Schiffbau-Halle
Mai 2019

Meisterhaft beschreibt Mann eine Stimmung aus Aufgewühltheit und plötzlich hervorbrechender Wut: «Was gab es denn? Was lag in der Luft? Zanksucht. Kriselnde Gereiztheit. Namenlose Ungeduld. Eine allgemeine Neigung zu giftigem Wortwechsel, zum Wutausbruch, ja zum Handgemenge. Erbitterter Streit, zügelloses Hin- und Hergeschrei (...) Man erblasste und bebte.» Trotz Wolldecken und Liegestühlen erfasst ein Unbehagen die Luxuswesen und macht den der Welt Abhandengekommenen deutlich, dass ihre Isolation eine Fiktion ist: das Leben auf dem Zauberberg ist ein «Dasein», das «von seiner Umwelt gelebt wird und nur vermeintlich selbst lebt» (Martin Heidegger). Die Protagonisten und die anderen – sie werden von globalen Schmerzen heimgesucht, die sie, wie ihre wirklichen und eingebildeten Krankheiten, nicht zur Ruhe kommen lassen. «Der Zauberberg» bleibt bis heute «eine Sensibilitätsschulung für das Eintreten unerwarteter Ereignisse» (Frank Schirrmacher).

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büro für sprachgestaltung

János Stefan Buchwardt, lic. phil. I
Bahnhofstrasse 29
CH - 8636 Wald ZH

+41 52 770 22 47
+41 79 754 93 79
botschaft@jstb.ch

János Stefan Buchwardt, büro für sprachgestaltung

Porträt
Porträt 2009, Ermatingen (TG), Schweiz

«Im Anfang war der Logos.»

Als «Spracharbeiter» bewegt sich János Stefan Buchwardt im Bedeutungsspielraum des griechischen Ausdrucks, der im Sinn von Wort und Rede verwendet wird, aber auch geistiges Vermögen und das Prinzip der «Weltvernunft» umfasst. Seine Tätigkeitsfelder als Texter, Lyriker (Ankündigung der Sterblichkeit, scaneg Verlag, München 2000, ISBN 3-89235-513-4; Brian Kraftkerl – ein sortiertes Alpdrücken, Edition Signathur 2006, ISBN 978-3-908141-39-6) und Vorleser, als Souffleur am Schauspielhaus Zürich und als Kulturjournalist, Kolumnist und Theaterkritiker (Thurgauer Zeitung und thurgaukultur.ch) stehen im Dienst mündlichen und schriftlichen Ausdrucks. So beruft er sich über das Wort auf die gepflegte Kunst der Schreib- und Ausdrucksweise.

Laudatio
Laudatio 2011, Steckborn (TG), Schweiz

Seit 2000 besteht das «büro für sprachgestaltung»

, welches der Wahlschweizer von seinem Heimatort Steckborn/Thurgau aus führt. Neben Texterstellung (Auftragsreden und Laudatio, Presseartikel und Vorworte) gehören Lektorat und Korrektorat (Abschlussarbeiten, Bachelorarbeiten, Biografien) zum Leistungskatalog. In der Künstlermonografie «Johannes Diem – Die Stunde der Natur» oder in der veröffentlichten Rede «Verliebt in den Turmhof» tritt Buchwardt als begabter Essayist auf. Textlich begleitet er etwa den Schweizer Künstler Christian Lippuner. Generell steht János Stefan Buchwardt in sprachlichen Belangen mit Rat und Tat zur Seite, trägt Sorge für Wortwahl und Grammatik, für Rechtschreibung und Zeichensetzung – im Endeffekt für sprachliche Bravur und inhaltliche Vervollkommnung des Geschriebenen, aber auch Gesprochenen.

Schreiben, korrigieren, redigieren, rezitieren, soufflieren.

Der ungarnstämmige Literat setzt der Hektik der bewegten Bilder im Medienzeitalter das Wort entgegen. Nicht zuletzt ist die gepflegte Kunst mündlichen Vortrags sein Anliegen. «Das Wort muss bei der heutigen Bilderversessenheit wieder mehr Gewicht erhalten, das Vorlesen an kulturellem Stellenwert gewinnen», so Buchwardt. Seine Faszination für den Reichtum literarischer Werke speist sich aus einem vertieften Sprachbewusstsein. Dem Wort Reverenz erweisen, in seinem besonderen und alltäglichen Gebrauch, heisst für ihn, eine der schönsten Kunstschöpfungen des menschlichen Geistes entdecken.

Lesung
Lesung 2009, Goldach (SG), Schweiz

Für Lesungen im öffentlichen und privaten Rahmen

steht er als Interpret zur Verfügung. Neben bestehenden Rezitationsprogrammen («Der See in seiner tollsten Laune» – eine literarisch-musikalische Revue mit Briefauszügen und Gedichten der deutschen Lyrikerin Annette von Droste-Hülshoff oder Saint-Exupérys «Der kleine Prinz») lassen sich etwa Autoren-, Themen- oder Schulprogramme durchführen. Auf Wunsch werden die literarischen Darbietungen musikalisch (Konzertgitarre: Edmauro de Oliveira, Querflöte: Roman Glaser) begleitet. Sprache und Musik (zum Beispiel Shakespeares Sonette kombiniert mit John Dowlands elisabethanischer Lautenmusik) verbinden sich hier zu einem ganz besonderen Hörvergnügen und erfrischenden Kunstgenuss.