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BUCHSTABENSUPPE AM WÖRTHERSEE

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Schauspielhaus Zürich

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«Faust I & II» – Übernahme des Thalia Theater Hamburg | Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, Johann Wolfgang von Goethe

Regie Nikolas Stemann
Premiere Pfauen
14. September 2019

Aufführungsdaten Faust I:
27. und 31. Dezember 2019
15. Januar 2020

Aufführungsdaten Faust I & II: ...

Dass Faust heute als Zeitgenosse anmutet, ist verstörend, aber es ist die Gegenwart, von der Goethe erzählt: eine durchbefreite Gesellschaft von Radikalindividualist*innen, unfähig zu Gemeinschaft und Arbeit an kollektivem Sinn. Und der Teufel flüstert in die Ohren: Sei dein eigener Massstab! Statt Erkenntnis gibt es Machtgewinn: Frauen, Natur und Kolonien werden unterworfen und zerstört – die Zerrissenheit in der Brust dient dabei als Antrieb und Ausrede gleichermassen.

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«Schneewittchen»

Regie Nikolas Stemann
Premiere Pfauentheater
10. November 2019

Aufführungsdaten: 26. November 2019
22. / 26. und 29. Dezember 2019
27. / 29. / 30. / 31. Januar 2020

Schneewittchen für Erwachsene:
10. / 26. Dezember 2019
28. Januar 2020


Was ist das überhaupt für ein Spiegel, der sich anmasst, in einem Schönheitswettbewerb den Richter zu spielen? Liegt Schönheit nicht im Auge der Betrachtenden? Und hätten die sieben kleinen Herren Schneewittchen auch aufgenommen, wenn sie keinen Finger in ihrer Männer-WG gerührt hätte? Schneewittchens Vater muss derweil Geld verdienen («Konto, Konto, Kontostand – wer ist der Reichste im ganzen Land?») und kann ihr leider nicht helfen. Ausgehend von kindlichen Erlebniswelten überschreibt Nicolas Stemann das altbekannte Märchen und konfrontiert es mit dem oft absurden Alltag von Kindern und Eltern der Gegenwart.

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«Der Streik» – Nach dem Roman «Atlas Shrugged», Ayn Rand

Regie Nikolas Stemann
Premiere Schiffbau-Halle
Schweizerische Erstaufführung
12. Januar 2020

14. / 16. / 18. / 20. / 22. / 23. Januar 2020

Seit «Der Streik» von Ayn Rand 1957 unter dem Originaltitel «Atlas Shrugged» erschien, gilt es in den USA als das meist gelesene und wohl auch einflussreichste Buch nach der Bibel. Rand beschreibt, wie ausgerechnet die Elite, die Wohlhabenden und Mächtigen, sich der traditionellen Instrumente der Linken bedienen und in den titelgebenden Streik treten – aus Protest gegen die kreativitäts- und exzellenzfeindliche Gleichmacherei des liberalen Sozialstaats. Nicolas Stemann wagt eine Re-Lektüre dieses unter den Vorzeichen des Kalten Kriegs entstandenen Romans und den Abgleich mit einer gesellschaftlichen Gegenwart, die je nach Blickwinkel als aggressiver Neoliberalismus oder als überreglementierter «Semi-Sozialismus» (Peter Sloterdijk) beschrieben wird.

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büro für sprachgestaltung

János Stefan Buchwardt, lic. phil. I
Bahnhofstrasse 29
CH - 8636 Wald ZH

+41 52 770 22 47
+41 79 754 93 79
botschaft@jstb.ch

János Stefan Buchwardt, büro für sprachgestaltung

Porträt
Porträt 2009, Ermatingen (TG), Schweiz

«Im Anfang war der Logos.»

Als «Spracharbeiter» bewegt sich János Stefan Buchwardt im Bedeutungsspielraum des griechischen Ausdrucks, der im Sinn von Wort und Rede verwendet wird, aber auch geistiges Vermögen und das Prinzip der «Weltvernunft» umfasst. Seine Tätigkeitsfelder als Texter, Lyriker (Ankündigung der Sterblichkeit, scaneg Verlag, München 2000, ISBN 3-89235-513-4; Brian Kraftkerl – ein sortiertes Alpdrücken, Edition Signathur 2006, ISBN 978-3-908141-39-6) und Vorleser, als Souffleur am Schauspielhaus Zürich und als Kulturjournalist, Kolumnist und Theaterkritiker (Thurgauer Zeitung und thurgaukultur.ch) stehen im Dienst mündlichen und schriftlichen Ausdrucks. So beruft er sich über das Wort auf die gepflegte Kunst der Schreib- und Ausdrucksweise.

Laudatio
Laudatio 2011, Steckborn (TG), Schweiz

Seit 2000 besteht das «büro für sprachgestaltung»

, welches der Wahlschweizer von seinem Heimatort Steckborn/Thurgau aus führt. Neben Texterstellung (Auftragsreden und Laudatio, Presseartikel und Vorworte) gehören Lektorat und Korrektorat (Abschlussarbeiten, Bachelorarbeiten, Biografien) zum Leistungskatalog. In der Künstlermonografie «Johannes Diem – Die Stunde der Natur» oder in der veröffentlichten Rede «Verliebt in den Turmhof» tritt Buchwardt als begabter Essayist auf. Textlich begleitet er etwa den Schweizer Künstler Christian Lippuner. Generell steht János Stefan Buchwardt in sprachlichen Belangen mit Rat und Tat zur Seite, trägt Sorge für Wortwahl und Grammatik, für Rechtschreibung und Zeichensetzung – im Endeffekt für sprachliche Bravur und inhaltliche Vervollkommnung des Geschriebenen, aber auch Gesprochenen.

Schreiben, korrigieren, redigieren, rezitieren, soufflieren.

Der ungarnstämmige Literat setzt der Hektik der bewegten Bilder im Medienzeitalter das Wort entgegen. Nicht zuletzt ist die gepflegte Kunst mündlichen Vortrags sein Anliegen. «Das Wort muss bei der heutigen Bilderversessenheit wieder mehr Gewicht erhalten, das Vorlesen an kulturellem Stellenwert gewinnen», so Buchwardt. Seine Faszination für den Reichtum literarischer Werke speist sich aus einem vertieften Sprachbewusstsein. Dem Wort Reverenz erweisen, in seinem besonderen und alltäglichen Gebrauch, heisst für ihn, eine der schönsten Kunstschöpfungen des menschlichen Geistes entdecken.

Lesung
Lesung 2009, Goldach (SG), Schweiz

Für Lesungen im öffentlichen und privaten Rahmen

steht er als Interpret zur Verfügung. Neben bestehenden Rezitationsprogrammen («Der See in seiner tollsten Laune» – eine literarisch-musikalische Revue mit Briefauszügen und Gedichten der deutschen Lyrikerin Annette von Droste-Hülshoff oder Saint-Exupérys «Der kleine Prinz») lassen sich etwa Autoren-, Themen- oder Schulprogramme durchführen. Auf Wunsch werden die literarischen Darbietungen musikalisch (Konzertgitarre: Edmauro de Oliveira, Querflöte: Roman Glaser) begleitet. Sprache und Musik (zum Beispiel Shakespeares Sonette kombiniert mit John Dowlands elisabethanischer Lautenmusik) verbinden sich hier zu einem ganz besonderen Hörvergnügen und erfrischenden Kunstgenuss.