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WORT FÜR WORT

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Schauspielhaus Zürich

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«Andorra»
von Max Frisch

Regie Bastian Kraft
Premiere Schiffbau/Box
4. Mai 2016

30. Oktober 2017

1961 in Zusammenarbeit mit Max Frisch am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Max Frisch bezeichnete «Andorra» als ein Modell: Es zeigt parabelartig den fatalen Prozess einer Identitätskonstruktion, abgehandelt an der Figur des Andri, den seine bigotte Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein tödliches Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heisst in Andorra: «Judsein».

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«Onkel Wanja»
von Anton Tschechow

Regie Karin Henkel
Premiere Pfauen
14. Januar 2017

2. Juni 2017 (zum letzten Mal in Zürich)
Gastspiel in St. Pölten, Österreich

Anton Tschechows Komödien handeln vom Verfall des geistigen und gemeinschaftlichen Lebens, von Einsamkeit und Mutlosigkeit einerseits und der urmenschlichen Hoffnung auf die bevorstehende Veränderung andererseits.

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«Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett»
nach der Erzählung von Fjodor M. Dostojewski

Regie Frank Castorf
Premiere Pfauen
28. September 2017

22. / 23. / 24. / 26. Oktober 2017

Frank Castorf verknüpft diese Vaudeville-artige Erzählung über den Dämon der Eifersucht mit einer anderen Erzählung Dostojewskis: «Der Traum eines lächerlichen Menschen» handelt von metaphysischen Themen wie dem «logischen Selbstmord», der Rebellion gegen Gott, dem Sündenfall, Nächstenliebe und Demut bis hin zur ersehnten Kreuzigung des Ich-Erzählers.

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«BEUTE FRAUEN KRIEG»
nach den «Troerinnen» von Euripides

Regie Karin Henkel
Premiere Schiffbau/Halle
2. Dezember 2017

2. / 4. / 7. / 10. / 12. / 13. / 16. / 19. / 22. / 28. Dezember 2017
3. / 4. Januar 2017

Gegenwärtig sind sie zahlreich, die Stimmen von geschändeten Frauen, die unaussprechliche Gewalt in Worte zu fassen versuchen: sie erzählen kollektiv und dennoch kontrovers davon, wie Frauen als Kriegsinstrumente in eine nicht enden wollende Verkettung von Zerstörung und Selbstzerstörung verstrickt sind. Karin Henkel geht von Fragmenten des ältesten verschriftlichten europäischen Mythos aus und wird den Bogen bis in unsere Gegenwart schlagen.

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«Am Königsweg»
von Elfriede Jelinek

Regie Stefan Pucher
Schweizer Erstaufführung
Premiere Pfauen
8. März 2018

Ein düster-mäandernder Text über Welten lenkende Könige und deren Herrschaft kommentierende Prophet(inn)en. In ihrem mit Spannung erwarteten «Donald-Trump-Drama» richtet die Nobelpreisträgerin Jelinek den Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen jenseits des Atlantiks und lässt zugleich Geister der Vergangenheit hervorschimmern. Wie oft bei Jelinek sind es Stimmen und Motive aus der Mythologie und abendländischen Kulturgeschichte, die sie mit der heutigen Welt verwebt.

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«Die Fledermaus»
Eine Operette für SchauspielerInnen und Puppen
Musik von Johann Strauss
Text von Carl Haffner und Richard Genée, nach Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Regie und Puppenbau Nikolaus Habjan
Premiere Schiffbau/Box
2. Juni 2018

Johann Strauss entwirft das Bild einer dekadenten Gesellschaft, die in einer krisengeschüttelten Zeit, vor dem Zerfall des Habsburgerreichs, den theatralen Rausch des Vergessens feiert, als gäbe es kein Morgen. – Der österreichische Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan baut seine grossen Klappmaulpuppen selbst und steht auch als Darsteller auf der Bühne. Im Gegensatz zum Marionettentheater, das hinter einer Barriere stattfindet, werden die Puppen von sichtbaren Schauspielern gespielt.

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büro für sprachgestaltung

János Stefan Buchwardt, lic. phil. I
Bahnhofstrasse 29
CH - 8636 Wald ZH

+41 52 770 22 47
+41 79 754 93 79
botschaft@jstb.ch

János Stefan Buchwardt, büro für sprachgestaltung

Porträt
Porträt 2009, Ermatingen (TG), Schweiz

«Im Anfang war der Logos.»

Als «Spracharbeiter» bewegt sich János Stefan Buchwardt im Bedeutungsspielraum des griechischen Ausdrucks, der im Sinn von Wort und Rede verwendet wird, aber auch geistiges Vermögen und das Prinzip der «Weltvernunft» umfasst. Seine Tätigkeitsfelder als Texter, Lyriker (Ankündigung der Sterblichkeit, scaneg Verlag, München 2000, ISBN 3-89235-513-4; Brian Kraftkerl – ein sortiertes Alpdrücken, Edition Signathur 2006, ISBN 978-3-908141-39-6) und Vorleser, als Souffleur am Schauspielhaus Zürich und als Kulturjournalist, Kolumnist und Theaterkritiker (Thurgauer Zeitung und thurgaukultur.ch) stehen im Dienst mündlichen und schriftlichen Ausdrucks. So beruft er sich über das Wort auf die gepflegte Kunst der Schreib- und Ausdrucksweise.

Laudatio
Laudatio 2011, Steckborn (TG), Schweiz

Seit 2000 besteht das «büro für sprachgestaltung»

, welches der Wahlschweizer von seinem Heimatort Steckborn/Thurgau aus führt. Neben Texterstellung (Auftragsreden und Laudatio, Presseartikel und Vorworte) gehören Lektorat und Korrektorat (Abschlussarbeiten, Bachelorarbeiten, Biografien) zum Leistungskatalog. In der Künstlermonografie «Johannes Diem – Die Stunde der Natur» oder in der veröffentlichten Rede «Verliebt in den Turmhof» tritt Buchwardt als begabter Essayist auf. Textlich begleitet er etwa den Schweizer Künstler Christian Lippuner. Generell steht János Stefan Buchwardt in sprachlichen Belangen mit Rat und Tat zur Seite, trägt Sorge für Wortwahl und Grammatik, für Rechtschreibung und Zeichensetzung – im Endeffekt für sprachliche Bravur und inhaltliche Vervollkommnung des Geschriebenen, aber auch Gesprochenen.

Schreiben, korrigieren, redigieren, rezitieren, soufflieren.

Der ungarnstämmige Literat setzt der Hektik der bewegten Bilder im Medienzeitalter das Wort entgegen. Nicht zuletzt ist die gepflegte Kunst mündlichen Vortrags sein Anliegen. «Das Wort muss bei der heutigen Bilderversessenheit wieder mehr Gewicht erhalten, das Vorlesen an kulturellem Stellenwert gewinnen», so Buchwardt. Seine Faszination für den Reichtum literarischer Werke speist sich aus einem vertieften Sprachbewusstsein. Dem Wort Reverenz erweisen, in seinem besonderen und alltäglichen Gebrauch, heisst für ihn, eine der schönsten Kunstschöpfungen des menschlichen Geistes entdecken.

Lesung
Lesung 2009, Goldach (SG), Schweiz

Für Lesungen im öffentlichen und privaten Rahmen

steht er als Interpret zur Verfügung. Neben bestehenden Rezitationsprogrammen («Der See in seiner tollsten Laune» – eine literarisch-musikalische Revue mit Briefauszügen und Gedichten der deutschen Lyrikerin Annette von Droste-Hülshoff oder Saint-Exupérys «Der kleine Prinz») lassen sich etwa Autoren-, Themen- oder Schulprogramme durchführen. Auf Wunsch werden die literarischen Darbietungen musikalisch (Konzertgitarre: Edmauro de Oliveira, Querflöte: Roman Glaser) begleitet. Sprache und Musik (zum Beispiel Shakespeares Sonette kombiniert mit John Dowlands elisabethanischer Lautenmusik) verbinden sich hier zu einem ganz besonderen Hörvergnügen und erfrischenden Kunstgenuss.